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„Kurdistan“

Obwohl über die Jahre eine Fülle von verschiedenen wissenschaftlichen Abhandlungen zum Thema entstanden ist, ist eine eindeutige geografische Zuordnungen des Begriffs „Kurdistan“ nicht möglich. Eine Erklärung dafür liefern Martin Strohmeier und Lale Yalcin-Heckmann:

„Eine allgemein akzeptierte geographische Definition Kurdistans gibt es nicht. Das ist nicht überraschend, weil mit dem Begriff ganz verschiedene Vorstellungen verbunden werden. Kurdische Nationalisten verwenden ihn mit Nachdruck, während die Staaten, auf deren Territorien Kurdistan liegt ihn lange Zeit geleugnet oder ignoriert haben. Bis in die jüngste Zeit war Kurdistan auf der einen Seite (z.B. in der Türkei) ein verpöntes, zuweilen auch verbotenes Wort, auf der anderen Seite ein politischer Kampfbegriff, der das Ziel eines beträchtlichen Teils der Kurden benennt. Die Problematik liegt darin, daß [sic!] der Begriff Kurdistan nie zusammengefallen ist mit einer staatlich-politischen Einheit gleichen Namens, die fest umrissene und dauerhafte Grenzen gehabt hätte. […] So gesehen ist Kurdistan eine geographische Konvention, ein Begriff, den man aus Gründen der Bequemlichkeit und in Ermangelung präziserer Definitionen gewählt hat.“ (Strohmeier, Martin / Yalcin-Heckmann, Lale (2016): Die Kurden. Geschichte, Politik, Kultur. München. 20.)

Verfasserin: L.E.

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